Sprachliche, kulturelle und grammatikalische Hinweise
Hier findest Du alle sprachlichen, kulturellen und grammatikalischen Hinweise aus den Kursen A1 und A2 zusammengefasst.
@ | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
M |
|---|
MAGIn Lektion 12 des A1-Kurses, Lern-o-Meter "i" am Anfang der Lektion, haben wir die Verneinung MAG-NICHT für „etwas nicht mögen” kennengelernt; auch Steigerungen aus dem Bedeutungsfeld „mögen” kennst Du: MAG-Kuss (siehe Lektion 13 des A1-Kurses, Lern-o-Meter 3) oder auch LEIDENSCHAFT (siehe Lektion 43 des A1-Kurses, Lern-o-Meter "i" am Anfang der Lektion). Hier kommt die Grundgebärde für „mögen”: MAG. Das Mundbild ist unabhängig von Zeit und Subjekt immer „mag”. MANCHMAL ICH MAG KAFFEE, MANCHMAL ICH MAG TEE. | ||
MAG-Kuss und LEIDENSCHAFTIn Lektion 47 des A1-Kurses, Lern-o-Meter 3 haben wir die Gebärde MAG und in Lektion 13 des A1-Kurses, Lern-o-Meter 3 die Gebärde MAG-Kuss mit ihren unterschiedlichen emotionalen Betonungen kennengelernt. Die Gebärde LEIDENSCHAFT – mit der auffälligen Mundgeste „aff” – stellt noch eine Steigerung dar: „etwas leidenschaftlich lieben”, „etwas von Herzen mögen”. LEIDENSCHAFT | ||
Manipulatoren CL:hineinschieben und CL:Drehknopf-drehenDiese Art von Gebärden (CL:hineinschieben und CL:Drehknopf-drehen) werden Manipulatoren genannt. Sie sind eng mit den Substitutor-Gebärden verwandt, weisen aber einen wichtigen Unterschied auf: Hier stellt die gebärdende Hand „sich selbst dar“ und nicht einen Gegenstand, der verwendet wird. Das bedeutet, dass hier zur Beschreibung einer Tätigkeit bestimmte Handlungen der Hände in den gebärdeten Satz eingebaut werden, um sie für das Gegenüber anschaulicher, lebendiger zu machen. Es mag hier eine Ähnlichkeit zur klassischen Pantomime vermutet werden; die eindeutige Abgrenzung zu dieser besteht jedoch darin, dass auch Manipulator-Gebärden ein echtes sprachliches Werkzeug darstellen, das insbesondere bei fortgeschrittener Nutzung der DGS einen festen Bestandteil von sprachlichen Äußerungen ausmacht.
Genau wie Substitutor-Gebärden werden auch Manipulator-Gebärden situativ angepasst, und es gibt im Prinzip keine Grenzen, was Handform und Art der Ausführung (Geschwindigkeit, Bewegungsabläufe etc.) angeht. Im vorliegenden Beispiel schieben die sich selbst darstellenden Hände zunächst das Backblech in den Ofen; anschließend wird der Drehknopf des Ofens eingestellt. BACKOFEN TEIG CL:hineinschieben, ABER ZUERST MUSS VORHEIZEN CL:Drehknopf-drehen. Z-Drehknopf WIE-VIEL GRAD? | ||
MARKT, PLATZ und PARKDie Gebärde PARK wird identisch ausgeführt wie die in Lektion 10 des A2-Kurses (Lern-O-Meter "i" am Anfang der Lektion) eingeführte Gebärde MARKT und die in Lektion 40 des A1-Kurses (Lern-O-Meter "i" am Anfang der Lektion) eingeführte Gebärde PLATZ. Alle drei unterscheiden sich lediglich durch das begleitende Mundbild. PARK | ||
MESSEDie Gebärde MESSE bezieht sich auf die „Messe“ im Sinne einer Ausstellung oder einer Verkaufsveranstaltung, nicht jedoch auf eine kirchliche Feier. MESSE | |
MILLIMETER und ZENTIMETERDie beiden Gebärden MILLIMETER und ZENTIMETER bestehen jeweils aus der im Deutschen verwendeten Abkürzung in Form von Buchstaben des Fingeralphabets: MILLIMETER wird also M-M gebärdet, während für ZENTIMETER die Buchstaben C-M kombiniert werden. MILLIMETER ZENTIMETER | ||
MimikDer Mimik kommt eine besonders entscheidende Rolle zu, denn über die Mimik werden in der Gebärdensprache sowohl inhaltliche als auch grammatikalische Informationen übermittelt. Ohne eine bestimmte Mimik sind beispielsweise Fragen nicht von Aussagesätzen zu unterscheiden. Auch Gefühle oder Steigerungsformen hängen entscheidend von der eingesetzten Mimik ab. | |
Mimik bei FragenBei Entscheidungsfragen, also Fragesätzen, die mit JA oder NEIN beantwortet werden, werden durchgehend die Augenbrauen gehoben. Bei W-Fragen wie hier werden die Augenbrauen bei der Frage-Gebärde zusammengezogen, die Stirn gerunzelt. In beiden Fällen den Kopf leicht nach vorn beugen. DU ARBEIT FEIERABEND WANN? | ||
MITDie Gebärde MIT wird hier als Verb verwendet und bedeutet so viel wie „mitkommen“. Sie kann in ihrer Ausführung entsprechend der handelnden Personen gebeugt werden. So bewegt sich die Gebärde in Richtung der gebärdenden Person, weshalb die Bedeutung „mit mir mitkommen“ entsteht. Ebenso kann aber zum Beispiel durch eine Bewegung von der gebärdenden Person weg zum Gegenüber, also MIT-dir, die Bedeutung „ich komme mit Dir mit“ produziert werden. ICH DA ZWEI KARTE-Ticket FÜR KINO, DU LUST MIT-mir? | ||