Sprachliche, kulturelle und grammatikalische Hinweise
Abschlussbedingungen
Hier findest Du alle sprachlichen, kulturellen und grammatikalischen Hinweise aus den Kursen A1 und A2 zusammengefasst.
Sie können das Glossar über das Suchfeld oder das Stichwortalphabet durchsuchen.
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LEBENSPARTNER_INDie Gebärde wird mit dem Mundbild „sch” ausgeführt, und zwar unabhängig davon, ob es sich bei der Person, auf die sich die Gebärde bezieht, um einen Mann oder eine Frau handelt, und auch unabhängig davon, ob beide verheiratet sind oder nicht. LEBENSPARTNER_IN | |
LEERZEICHENUm bei der Verwendung des Fingeralphabets zu verdeutlichen, dass zwei getrennte Wörter nacheinander buchstabiert werden, kann die Gebärde LEERZEICHEN zwischen beide Wörter gesetzt werden. Dies ist beispielsweise bei der Buchstabierung von Vor- und Nachnamen hilfreich. ICH VORSPEISE NICHT-VORHANDEN. NUR NACHTISCH P-A-NN-A LEERZEICHEN C-O-TT-A. | ||
LETZTE und LETZTE-zeitlichDie hier im oberen Video gezeigte Gebärde LETZTE-zeitlich hat eine andere Bedeutung als die im unteren Video gezeigte Gebärde LETZTE. Während sich diese inhaltlich auf die letzte Stelle in einer Reihenfolge bezieht – also beispielsweise auf die letztplatzierte Person in einer Rangliste oder auf den letzten Schultag eines Schuljahres – ist die Gebärde LETZTE-zeitlich immer chronologisch auf die Gegenwart bezogen, also LETZTE-zeitlich WOCHE im Sinne von „die Woche vor der aktuellen Woche“, entsprechend LETZTE-zeitlich JAHR usw. LETZTE-zeitlich WOCHE ICH KÖLN UMZIEHEN. LETZTE (im Sinne von „letzte Stelle“) | |
LippenlesenDas Lippenlesen, auch Ablesen genannt, ist für die meisten gehörlosen Menschen ein zentrales Kommunikationsmittel, auf das sie in ihrem Alltag angewiesen sind. In der Regel können die wenigsten hörenden Menschen in ihrer Umgebung – sei es bei der Arbeit oder in der Familie – gebärden. Und auch Gebärdensprachdolmetscher sind bei weitem nicht immer zur Hand: selbst sensible Termine wie ein Arztbesuch oder ein Elternabend müssen häufig „auf eigene Faust“ bewältigt werden.
Und selbst wenn auf gute Bedingungen für das Lippenlesen geachtet wird, wie gute Lichtverhältnisse, deutliches, aber natürliches Mundbild, Klärung des Gesprächsthemas, stellt es selbst für geübte AbleserInnen eine Herausforderung dar, alle Inhalte zu verstehen. Nur 30% der Buchstaben und Buchstaben-Kombinationen sind im Mundbild eindeutig unterscheidbar, so dass der Großteil des Verständnisses von Erfahrung, Kontext und Kombinationsfähigkeit abhängt. Beispiel: Das Mundbild von „Mutter“ ist identisch mit dem von „Butter“. Ohne Ton sehen also beide Wörter genau gleich aus. Was hier vielleicht noch ein Schmunzeln auslöst, stellt gerade bei schwierigeren Themen oft ein Problem dar. Stell Dir vor, bei einem wichtigen Gespräch mit dem Vorgesetzten oder bei einem Arzttermin wärst Du vor diesem Hintergrund auf das Lippenlesen und den Kooperationswillen Deines Gegenübers angewiesen ... | ||
LOHNWird die manuelle Komponente der Gebärde LOHN mit dem Mundbild „Gehalt“ verbunden, so lässt sich die entsprechende Bedeutung in Gebärdensprache ausdrücken. LOHN | ||
LUSTLOSDie DGS verfügt über eine große Bandbreite an idiomatischen Redewendungen. Dabei handelt es sich um spezielle, feststehende Ausdrücke, die häufig aus einer einzelnen Gebärde bestehen und nicht 1:1 ins Deutsche übersetzbar sind. Somit ist die hier für ein solches Idiom verwendete Glossenbezeichnung mit Vorsicht zu genießen, kann sie in ihrer Kürze doch immer nur einen Ausschnitt der tatsächlichen Bedeutung der Gebärde widerspiegeln.
Wie beispielhaft an der Gebärde LUSTLOS zu sehen, besitzen Idiome in der DGS jeweils eine feste Mundgestik, welche zwar zur semantischen Bedeutung beiträgt, jedoch nicht im Zusammenhang steht mit der entsprechenden Bedeutung aus der deutschen Lautsprache. Die Mundgestik in diesem Fall lässt sich mit „leff” verschriftlichen. LUSTLOS bedeutet so viel wie „überhaupt keine Lust haben”, „null Bock haben”. LUSTLOS | ||