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N

NICHT-VORHANDEN

Bei der Gebärde NICHT-VORHANDEN handelt es sich um eine sogenannte idiomatische Gebärde, die je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen annimmt: Sie drückt eine - meist in der Vergangenheit liegende - Verneinung eines Sachverhalts wie in „Ich habe das nicht gemacht” oder „Das gibt es dort nicht” aus. Die Gebärde KEIN, die in Lektion 8 des A1-Kurses (Lern-O-Meter "i" am Anfang der Lektion) gezeigt wird, sagt konkret aus, dass es einen bestimmten Gegenstand nicht gibt, dass er nicht vorhanden ist etc.


NICHT-VORHANDEN

NUMMER

Wird die gleiche Gebärde mit dem Mundbild „Zahl” kombiniert, ergibt sich die Gebärde ZAHL.


NUMMER

Nutzung des Gebärdenraums

Da es sich bei Gebärdensprachen um visuell-gestische Sprachen handelt, haben sie einen großen Vorteil gegenüber den Lautsprachen: Der Gebärdenraum kann zur direkten Verortung von Dingen und Gegebenheiten genutzt werden, und die Verortung selbst ist bedeutungstragend. So wird hier in manchen der gezeigten Sätze keine explizite Gebärde LINKS oder RECHTS verwendet. Dieser Bedeutungsanteil wird ausschließlich dadurch produziert, dass die Gebärde TÜR oder auch die Gebärden ZWEITE und DRITTE in Bezug zu der zuvor gezeigten Gebärde FLUR gesetzt, also „verortet” werden. Diese Verortung findet immer aus Sicht der Person statt, die gerade gebärdet. Als empfangende Person versetzt man sich also immer in die Perspektive der gebärdenden Person hinein, um Richtungsangaben wie „links” oder „rechts” allein durch die Verortung richtig verstehen zu können.


FLUR ERSTE TÜR-rechts NEIN, ZWEITE Z-Tür Z-rechts, MEIN ZIMMER.