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B

BARRIERE

Anhand der Gebärde BARRIERE kann gut erkannt werden, wie einzelne Gebärden durch die Art ihrer Ausführung sowie die Hinzufügung einer Mundgestik in ihrer Bedeutung (gegenüber der Grundbedeutung) verändert werden können. Während die Grundform der Vokabel BARRIERE mit mehreren Bewegungen der einen Hand gegen die andere ausgeführt und von dem Mundbild „Barriere“ begleitet so viel wie Barriere oder Hindernis bedeutet, wird in der Verwendung hier in dem Satz eine deutlich negative Konnotation hinzugefügt. Dies geschieht durch die abgekürzte, einmalige Bewegung, die jäh und plötzlich wirkt, sowie durch die Mundgestik mit leicht hervorgestreckter Zunge, die so etwas wie „vor den Kopf gestoßen sein“ und auch „Mühsal“ trägt. Auf diese Weise wird also mit der Gebärde BARRIERE in dem konkreten Zusammenhang und in der bestimmten Ausführung mehr transportiert als ein bloßes Hindernis. Die gebärdende Person veranschaulicht durch diese Gebärde die heftigen Barrieren, mit denen sie sich konfrontiert sieht.


ABER PRIVAT BEREICH ICH KOMMUNIKATION BARRIERE, GRUND STAAT Z-Staat DOLMETSCHER BEZAHLEN NICHT.

BEDEUTET

Die Gebärde BEDEUTET ist in der DGS sehr weit verbreitet und heißt so viel wie „das heißt (so viel wie) ...“ ;-)


BEDEUTET

Begrüßung

In der Deutschen Gebärdensprache wird als Begrüßungsformel am häufigsten HALLO verwendet. Nähere Bekannte umarmen sich zur Begrüßung, oder sie küssen sich dreimal auf die Wange. Zur Begrüßung am Morgen kann auch GUTEN MORGEN gebärdet werden. Andere Begrüßungsformeln wie GUTEN TAG oder GUTEN ABEND sind eher selten.


HALLO

BEIN und FUSS

Die Grundform der beiden Gebärden BEIN und FUSS wird einhändig mit der dominanten, also der normalerweise für die einhändigen Gebärden verwendeten Hand ausgeführt. Wenn Du also Rechtshänder/-in bist, gebärdest Du BEIN und FUSS mit Deiner rechten Hand. Wichtig: Damit ist nicht automatisch das rechte BEIN oder der rechte FUSS gemeint. Vielmehr musst Du das durch die Gebärden RECHTS oder LINKS näher spezifizieren, wenn es um ein bestimmtes BEIN oder einen bestimmten FUSS geht. Ein Beispiel findest Du hier im Video.


ICH FÜHLEN, MEIN BEIN FUSS RECHTS MERKWÜRDIG. MORGEN MEIN ARZT MUSS UNTERSUCHEN WAS-IST-DAS?


Wenn Du beide Beine oder Füße ansprechen möchtest, kannst Du die Gebärden einfach beidhändig ausführen, wodurch die Bedeutungen BEINE bzw. FÜSSE entsteht. Diese Gebärden siehst Du in den folgenden Videos:


BEINE



FÜSSE


BEREICH

Die Gebärde BEREICH kann wie in diesem Beispiel hier mit einem Nomen verbunden werden, um eine Bedeutung wie „Branche” oder „thematischer Bereich” zu erzeugen. Das Mundbild des Nomens wird dann ausgedehnt und erstreckt sich über das Nomen und die Gebärde BEREICH. Die Kombination AUTO BEREICH mit dem Mundbild „Auto” bedeutet also so viel wie „Autos (im Allgemeinen)”.


ICH MEINUNG, HEUTE AUTO BEREICH MEHR HÄSSLICH.

Berufsbezeichnungen I

Die Gebärden INFORMATIK, ELEKTRO und TECHNIK für sich haben jeweils die Bedeutung, die aus der Glossenbezeichnung hervorgeht. Kombiniert man sie mit der Gebärde PERSON, entsteht eine neue Bedeutung: INFORMATIK PERSON mit dem Mundbild „Informatiker” bedeutet dann also „Informatiker” usw.


MEIN ONKEL SELBST-Onkel BERUF TECHNIK PERSON.

Berufsbezeichnungen II

Berufsbezeichnungen, die in DGS auf Basis eines Verbs gebildet werden, werden in der Regel aus dem Verb und der Gebärde PERSON gebildet. Die Bedeutung ERZIEHER entsteht also aus der Kombination aus den beiden Gebärden ERZIEHEN PERSON, begleitet durch das Mundbild „Erzieher”. Andere Berufsbezeichnungen wie JOURNALIST oder MODEL beziehen sich nicht auf ein zugrundeliegendes Verb, sind somit ihrerseits eigenständige Nomen und bedürfen daher nicht der Ergänzung durch die Gebärde PERSON.


MODEL

BESCHEIDEN

Die manuelle Komponente der Gebärde BESCHEIDEN ist identisch mit der Gebärde GEDULD, die Du in Lektion 14 des A2-Kurses (Lern-O-Meter „i“ am Anfang der Lektion) kennengelernt hast. Beide Gebärden unterscheiden sich lediglich durch das Mundbild.


BESCHEIDEN

Bildung von Zahlen über 100

Grundsätzlich kannst Du Dir merken, dass Zahlen in der DGS in der gleichen Reihenfolge gebildet werden wie im Deutschen: 153 wird im Deutschen „einhundertdreiundfünzig” ausgesprochen und in der DGS EIN-HUNDERT DREI FÜNFZIG gebärdet, während es beispielsweise im Englischen “one hundred fifty-three” („einhundertfünfzigdrei”) heißt. In der DGS wird also zunächst die Hunderterzahl genannt, anschließend die Einerzahl gefolgt von der Zehnerzahl. Die Zahlen 200, 300 usw. werden mit der gleichen Handbewegung wie bei der 100, aber mit der jeweils angepassten Handform wie in 2, 3 usw. gebildet. Die Zahlen ab 600 werden wie in 6, 7 usw. zweihändig gebärdet, wobei wie gewohnt die volle Fünferhand auf die nicht-dominante Seite wechselt.


100, 101, 105, 110, 1000

Branchen-/Bereichsbezeichnungen

Eine Möglichkeit, Branchen-/Bereichsbezeichnungen auszudrücken, ist die Kombination mit der Gebärde BEREICH. Hier im Beispiel werden die Gebärden INFORMATIK und BEREICH kombiniert, das Mundbild „Informatik” zieht sich über beide Gebärden, und es entsteht die Bedeutung „die Informatik-Branche” oder „der Bereich Informatik”.


DU WUNSCH SPÄTER INFORMATIK BEREICH ARBEITEN?


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