Verortung von Gebärden

Die Gebärdensprache verfügt über eine ganze Bandbreite an visuellen Optionen, eine Äußerung zu strukturieren. In Lektion 45 des A1-Kurses findest Du einige gute Beispiele für die Möglichkeit, Objekte im Gebärdenraum zu verorten, um eine Struktur zu schaffen und in der weiteren Äußerung darauf Bezug nehmen zu können. Denn gerade für den Vergleich von Objekten ist das sinnvoll: Zunächst werden die Objekte im Gebärdenraum links und rechts verortet. Anschließend kann durch die Z-Gebärde auf die Objekte verwiesen werden, ohne dass diese erneut explizit erwähnt werden müssen. Diese Verortung bleibt so lange bestehen, bis das Gesprächsthema gewechselt wird.


VERGLEICH C-A-R-O IHR BABY Z-links, Z-rechts R-I-T-A IHR BABY, Z-links MEHR JUNG.


Auch Richtung und Lage von Gebärden, die sich von Punkt A nach Punkt B bewegen, können verändert und spontan an die Gegebenheiten angepasst werden: Im aktuellen Beispiel werden die Gebärden BIS und KILOMETER nicht in ihrer Grundform verwendet, sondern angepasst an die im Gebärdenraum verorteten Gebärden DORF und STADT. Auf diese Weise, durch die Bildhaftigkeit der Anordnung der Gebärden zueinander, wird eine Äußerung noch besser und klarer verständlich.


DORF Z-Dorf BIS Z-Stadt STADT, UNGEFÄHR 30 KILOMETER.

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