Inklusion

Seit In-Kraft-Treten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen vor einigen Jahren hat der Begriff „Inklusion“ mehr und mehr das Konzept der „Integration“ ersetzt. Integration geht davon aus, dass es eine Mehrheit „normaler“ bzw. nicht-behinderter Menschen gibt, welche die Gesellschaft bilden. In diese Mehrheit werden behinderte Menschen bzw. Menschen mit besonderen Bedürfnissen integriert, indem ihnen die Teilnahme an dieser Mehrheitsgesellschaft ermöglicht wird. Wenige Menschen mit besonderen Eigenschaften, Einschränkungen, Bedürfnissen werden somit in die Mehrheit aufgenommen. Sie werden jedoch vielfach weiterhin in einer Sonderrolle wahrgenommen. Dieses Verständnis wird immer mehr abgelöst durch eines, das alle Menschen grundsätzlich „auf Augenhöhe“ sieht, ohne Vorsprung des einen vor dem anderen. Jeder Mensch hat seine individuellen Eigenschaften, Bedürfnisse oder Einschränkungen. So ist das Ziel von Inklusion gerade nicht, Einzelne zu einer definierten Mehrheit dazuzuholen, sondern vielmehr alle Menschen gemeinsam und zugleich als Bausteine einer Gesellschaft zu verstehen. Es muss also niemand integriert werden, weil alle schon dabei sind. Der Fokus liegt beim Konzept der „Inklusion“ also darauf zu schauen, welcher Unterstützung und anderer Maßnahmen es bedarf, damit alle gleichermaßen Teil der gemeinsamen Gesellschaft sein, diese gestalten und an ihr teilhaben können. Ein Schaubild der Aktion Mensch zeigt den Unterschied zwischen den Begriffen sehr anschaulich: https://www.aktion-mensch.de/dafuer-stehen-wir/was-ist-inklusion.html


INKLUSION

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