Gesten in der DGS

Je weiter Du in Deinen DGS-Kenntnissen fortschreitest, desto mehr werden auch Deine schauspielerischen Fähigkeiten gefragt sein. So ist es beispielsweise in der DGS üblich, dass bestimmte Inhalte, die Emotionen wie Angst, Unsicherheit, Wut, Freude usw. betreffen, non-verbal ausgedrückt werden, also nicht durch eine explizite Gebärde, sondern durch die Körperhaltung, einen bestimmten Gesichtsausdruck oder, wie in diesem Fall, durch eine kurze Geste. Diese Geste stellt keine konventionelle Gebärde aus dem DGS-Lexikon dar, sondern entspricht eher einer Verhaltensweise, wie sie eine Person an den Tag legen würde, die diese Emotion gerade tatsächlich verspürt, die also ängstlich, unsicher, wütend oder freudig ist. Niedergeschrieben werden diese Anteile dann auch nicht durch eine feste GLOSSE, sondern in der Form Geste:bestimmte-Emotion, also hier: Geste:unsicher.


MEIN ARBEITSPLATZ JETZT SICHER, ABER IN-10-JAHR Geste:unsicher.

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