MÄRZ gebärden

MÄRZ gebärden

Schymik Carsten -
Кількість відповідей: 12

In A1 Lektion 21 und ebenso im Wörterbuch wird eine Gebärde für "März" gezeigt, die ähnlich der Gebärde für Farbe oder Marmelade ist. In A1 Aktiv werden IIIa soll "März" aber mit einer ganz anderen Gebärde, die eher an "Samstagnach  nachgebärdet werden

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Re: MÄRZ gebärden

Taszies Sven -
Ich habe es jetzt nicht nachgesehen. Aber bei Monaten hört der Spaß auf. Bloß keine Fragen stellen. Sprache ist eben so. Und die Monate in DGS .... Hinterfragen sinnlos! Ich hoffe die Antwort hat geholfen, ansonsten bitte einfach nur überlesen. Übrigens auf der Seite des IDGS gibt es eine Karte.

Aber die Leute die richtig Ahnung haben werden schon antworten. Nur Monate sind eben Mist.

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Re: MÄRZ gebärden

Schymik Carsten -
Vielen Dank für die Antwort, auch wenn sie mich letztlich noch neugieriger macht. Auch in Lautsprachen gibt es verschiedene Wörter mit identischer Bedeutung. Die Deutschen sagen Janaur, die Österreich Jänner. Warum also nicht verschiedene Gebärden für Monate. Bin also gespannt, was die "Profis" sagen. Die Seite des IDGS ist übrigens voller nützlicher Informationen, aber eine Karte zu den Monaten habe ich dort leider nicht gefunden. Gibt es einen Link dahin?
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Re: MÄRZ gebärden

Taszies Sven -
Versuch mal zu googeln mit den Suchworten "gebärdensprache korpus monate filetype:pdf"
Sollte funktionieren. Ich bekomme das mit meinem Android Billigteil leider nicht hin den Link zu kopieren. Dort ist das Poster.

Übrigens die IDGS Seite ist ganz OK aber finde ich aber nicht berauschend. Wonach du allerdings ausschau halten solltest sind dort irgendwo ein zwei Fachgebärdenlexika. Und nach dem Korpus. Der war mit Sicherheit eine riesige Arbeit, hat aber zu wenig Worte und ist etwas sehr unübersichtlich. Aber es ist leider wie es ist. Ohne die Suche in mehreren Lexika kommt man nicht weit. Und selbst dann ... im Gegensatz zu herkömmlichen Lexika gibt es fast nie Zusatzinformation. Was das Leben extrem schwer macht.
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Re: MÄRZ gebärden

Taszies Sven -
Geht doch. Ein anderer Browser macht es möglich:

https://www.sign-lang.uni-hamburg.de/dgs-korpus/files/inhalt_pdf/Poster_Regionale_Variation_Monate_6_Druckversion_reduziert.pdf
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Re: MÄRZ gebärden

Schymik Carsten -
Hilfe! Das ist ja der Wahnsinn. Da kommt einem der Gedanke, ob es nicht so etwas wie Hochdeutsch in DGS geben sollte. Jedenfalls besten Dank für den Hinweis. Ich lebe in der Nähe von Düsseldorf und werde mir nun die regional passenden Monatsgebärden zusammensuchen.

Die Fachgebärdenlexika auf IDGS sind mir auch schon aufgefallen. Sehr hilfreich. Ich bräuchte allerdings ein Fachllexikon für Politik und Verwaltung.
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Re: MÄRZ gebärden

Taszies Sven -
Politik und Verwaltung? Ich habe ganz viele Fachgebärdenlexika gefunden, aber das für Verwaltung suche ich auch. Aber naja, E-teacher Stunden können eine gewisse Entlastung bringen. Und ich vermute für den Rest müssen wir einfach besser werden.
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Re: MÄRZ gebärden

Schymik Carsten -
Danke für die Einschätzung. Ich bin noch recht am Anfang, also noch nicht auf dem Level für Fachgebärdenlexika. Ich denke daher auch, den Wortschatz muss ich mir durch Praxis aneignen. Vielleicht lässt sich ja irgendwann selber ein kleiner Korpus mit Fachbegriffen gestalten.
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Re: MÄRZ gebärden

Taszies Sven -
Mach dir keine Sorgen. Mit 300 Worten Japanisch kannst du dich in Japan über Geschichte, Prinzessinen und ganz viele Dinge unterhalten, einfach über alles. Ich nenne es mal ganz gemein Putzfrauenwortschatz, aber es geht eben (und bitte nicht falsch verstehen, für diese Aussage bin ich schon von einer befreundeten Fachkraft mehr als nur ausgeschimpft worden und brauche es nicht noch einmal) Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen, den inzwischen auch die Japaner verwenden, sagt etwas anderes. Selbstständige Sprachverwendung wäre B1, aber wenn du pfiffig bist und die andere Seite mitspielt, liegt dir selbst mit ohne A1 die Welt zu Füßen. Und es hindert Niemand einen daran die persönlich wichtigen Fachworte zu benutzen.

Aber eine Sache geht nicht. Du hast keine Ahnung, wie gerne ich für meine Interessen ein eigenes Fachgebärdenlexikon erstellen würde. Das ist aber der Gebärdensprachgemeinschaft vorbehalten.
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Re: MÄRZ gebärden

Schymik Carsten -
Den ersten Gedanken, dass man schon mit 300 Wörtern weit kommen kann, verstehe ich gut. Den zweiten Gedanken verstehe ich nicht: Fachgebärdenlexika sind der Gebärdensprachgemeinschaft vorbehalten? Ernsthaft? Dürfen nur Japaner Japanisch-Wörterbücher erstellen?
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Re: MÄRZ gebärden

Taszies Sven -
Ich will jetzt nicht behaupten, das Hörende kein Lexikon erstellen dürfen. Aber der Wille bei allem was Gehörlosigkeit oder Gebärdensprache anbetrifft mindestens beteiligt zu sein ist enorm. Also lasse ich mal schön die Finger weg. Gemeinsam könnte man sicher vieles. Dann wäre da noch der Faktor Geld, also schlichtweg Arbeitsplätze für Personen, die es nicht so einfach auf dem Arbeitsmarkt haben. - Ob man sich selbst im Weg steht würde ich schon behaupten. Schließlich kann man seine Sprache nicht vor anderen Schützen, kommerzialiesieren und gleichzeitig verbreiten. Aber für diese Aussage habe ich in einem anderen Forum eine Breitseite bekommen. Ja, an einem Fachgebärdenlexikon hätte ich schon Interesse. Aber das geht eben nur mit Gehörlos oder durch gehörlos. Gefällt mir alles nicht, aber eine Sprache kennenzulernen, ohne eine Kultur kennenzulernen ist eben witzlos.

Dann wäre da noch die Sache mit der kulturellen Aneignung. Ja, viele Japaner können besser klassische musik komponieren oder spielen, als wir. Umgekehrt klauen wir auch viel Kultur in Japan. Und jedes Land würde sich eigentlich über Kulturexport freuen. Aber Teile der Gebärdensprachgemeinschaft sehen es eben auch anders.

Gemeinsamer Feind mach einig. Kleiner werdende Gemeinschaft durch CI. Und warte mal ab, die nächste Atombombe kommt. Es gibt ein Urteil zu Zwangsimplantation von Gehörlosen Kindern gehörloser Eltern. Das nächste Urteil für die übrigen neuzig Prozent, also die gehörlosen Kinder Hörender Eltern könnte anders ausgehen.
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Re: MÄRZ gebärden

Löbbert Pia Maria -
Hallo Carsten,

vielen Dank für Deinen Beitrag.
Die Grammatik und der allergrößte Teil der Vokabeln der Deutschen Gebärdensprache (DGS) sind in ganz Deutschland identisch oder sehr ähnlich. Sicher wirst Du vor Ort einige Gebärden dazulernen, die sich dialektal von unseren Vokabeln unterscheiden. Das wird am ehesten bei abgeschlossenen Themenfeldern wie den Monatsnamen, den Wochentagen oder auch den Farben der Fall sein.
Auch in unserem Programm, wie Du richtig bemerkt hast, wird die Gebärde MÄRZ auf zwei unterschiedliche Weisen gezeigt. Gerade für die Gebärde MÄRZ gibt es viele Gebärden, die sich dialektal unterscheiden.

Wenn Du jedoch anhand unseres Lernprogramms eine gute Sprachgrundlage gebildet hast, dann wird es Dir leicht fallen, bei uns gelernte Vokabeln wo nötig durch die regionalen Varianten zu ersetzen.
Jede Person hat zudem einen ganz eigenen, individuell ausgeprägten Gebärdensprachstil. Das kennst Du auch aus dem Urlaub, wenn Du zum ersten Mal in der Interaktion mit Einheimischen Deine neu erworbenen Spanisch- oder Italienisch-Kenntnisse anwendest. Das eine oder andere Missverständnis ist nicht schlimm und bricht vielleicht sogar das Eis. Du wirst sehen: Die meisten gehörlosen Menschen sind hocherfreut, wenn eine hörende Person gebärden kann und sich um Kommunikation auf Augenhöhe bemüht. Also, nur Mut! Bei uns erlangst Du auf jeden Fall ein solides und sehr gutes Grundlagenwissen, egal wo in Deutschland Du lebst.

Beste Grüße
Pia
manimundo Support Team