Prüfungserfahrungen

Prüfungserfahrungen

par Sven Taszies,
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Ich schildere hier mal meine Erfahrungen als Tipps, bzw. was für eine Prüfung zu erwarten ist. Ich hoffe ich plaudere hoffentlich nicht zu viel aus, aber ich denke unnötige Fehlversuche braucht keiner und sind von manimundo auch nicht gewollt.

Wichtig: eine Prüfung  hat einen erheblich anderen, wesentlich höheren Schwierigkeitsgrad als eine Teilnahmebescheinigung. Und der ist hoch.

Rezeption: 

Das Modul ist sehr schön programmiert. Aber! Die Zeit ist so unglaublich knapp bemessen. Wer das Ende der Teil-Prüfung erreichen möchte, der muss jede Vokabel beim ersten oder zweiten mal erkennen. Für vergrößern oder längeres Ansehen gibt es keine Zeit. Auch bei den anderen Aufgabentypen hat man wenig Zeit. Multiple Choice sollte man z.B. so üben, dass man keine Flüchtigkeitsfehler macht und zügig antworten kann. Die Aufgabentypen werden einem wie Manimundo sagt bekannt vorkommen, nur eben unter erheblichem Zeitdruck. Glücklicherweise wurde bei mir jedoch ohne das verschieben von Worten auf dem Bildschirm geprüft, was bei mir noch nie so richtig funktioniert hat.

Wer nicht schnell Textfelder ausfüllen kann - Daraus besteht nun einmal notwendigerweise kein kleiner Teil der Aufgaben, der hat schlechtere Chancen. Ich schreibe mit zehn Fingern und die Zeit war trotzdem zu knapp. Vielleicht lernt ja auch die Autovervollständigung beim Üben und es gibt auch viele Leute, die schnell auf Tablet oder Handy eingeben können. Aber! Buchstaben suchen führt meiner Meinung nach nicht zum Ziel!!! Wer nicht schnell genug Text eingeben kann, ist also klar im Nachteil und muss durch anderweitiges Können kompensieren. Verbesserungsvorschläge habe ich leider keine. Aber es ist auch nicht ungemein viel Texteingabe.

Die Prüfungsordnung sagt, man muss insgesamt ca. 58% haben um zu bestehen. Die Quote im Schnelldurchgang sollte also beim lernen getestet werden und erheblich höher liegen. Zumal man so auf recht einfache Weise einen Puffer für andere Prüfungsteile schaffen kann, die vielleicht schwerer einzuschätzen sind.

Produktion:

Zeitmanagement für diese Aufgaben ist schwierig. Bei dem Punkt Produktion habe ich die Panik bekommen. Und die Aufgaben obendrein noch schnellstmöglich abgefrühstückt und dann auch noch unnötige Zeit für unnötige Freigaben verschwendet statt zu versuchen Verbesserungen hochzuladen. Keine Ahnung, wie es sich aufs Prüfungsergebnis ausgewirkt hat, aber das hat sich für mich blamabel angefühlt. Und ganz ehrlich, ein vom Zeitzuschlag abgedeckter und stehen gebliebener Upload hat mich vom Denken abgehalten. Eine Aufnahme habe ich nicht gestartet oder ist nicht gestartet. Routine beim Aufnehmen hätte da geholfen.

Vorschlag:

Beim Betreten des Prüfungsteils erscheint ein grüner Kasten, den sollte man ganz genau lesen! (Habe ich leider nicht gemacht). Den Rest sollte man natürlich auch lesen und das Gehirn benutzen. Dann funktioniert es mit dem Zeitmanagement. 

Die Themen stehen in der Durchführungsverordnung. Die Durchführungsverordnung zu lesen und wichtigen Teile herauszusieben ist ein Muss. 

A1 Themen sind Personenbeschreibung, die kann man hinbekommen, wenn man die Vokabeln kennt. Wegbeschreibung war bei mir sehr schwierig, was man ohne das richtig zu können nicht so einfach hinbekommt. Die in der Durchführungsverordnung genannten Teile sollte man sich also genauestens ansehen. Wegebeschreibung kann man wahrscheinlich noch Jahre üben, aber zumindest das, was manimundo beibringt muss man besonders ordentlich können. Den Rest natürlich auch irgendwie gut, denn es folgt noch ein Prüfungsteil.

Übersetzen zur DGS ist eigentlich irgendwie in den Griff zu bekommen, wenn man in den Lektionen die Aufgaben zum nachgebärden dazu nutzt erst selbst nach einer Lösung zu suchen und erst danach die Glossen und das Video ansieht. 

Die Einreichaufgaben sind auch eine gute Idee. Versuchen muss man die unbedingt. Ich habe nie eine eingereicht. Ich habe einige Einreichaufgaben stattdessen in e-teacher Stunden besprochen. Macht mehr Spass und ist vor allem interaktiver. Kann sich jeder selber aussuchen und kostet ungefähr das gleiche. Aber ohne ist es halt schwierig.

Besonders wichtig sind die Aufgaben zum Nachgebärden auch, weil man dadurch lernt wie man auf seiner Webcam aussieht. Es reicht nicht das manimundo Video zum Thema anzusehen. Das will geübt sein. Das ist etwas ganz anderes als vor dem eigenen Spiegel. Wen Bildqualität, die Größe der eigenen Hände, Geschwindigkeit, Lichtverhältnisse oder die Verständlichkeit der eigenen Aufgabe stört, der muss man daran arbeiten. Kompliment an alle Gehörlosen, die mit dem Handy einhändig ganz normal telefonieren können. Und Kompliment an manimundo, die aus dem Mist, den wir produzieren noch das beste herausholen.

Interaktion:

Das hier ist vielleicht das wichtigste neben absoluten Vokabelkenntnissen. Es ist nicht so, wie manimundo empfiehlt, dass man mindestens eine e-teacher Stunde nehmen sollte. E-teacher Stunden sind die Eintrittskarte in eine flüssige Interaktion. Nur dadurch lernt man langsam sich zu unterhalten. Und das schlimme ist ohne verlernt man es auch wieder. Außer natürlich man hat gebärdensprachkompetente Personen im eigenen Umfeld. Aber egal, wie man es sieht, wer die eine empfohlene Stunde nicht nimmt, weiß nicht wo er steht. 

Support:

Ich sage es ganz ehrlich, wer e-teacherStunden genommen hat, klickt sich locker durch den Verbindungsaufbau und BBB. Und kennt die Probleme und Qualitäten von Verbindungen routinemäßig und auch die Rückfallebenen. Wer Videos bei manimundo aufgenommen hat, hat auch dort routine. Klar Support wird empfohlen und sollte vielleicht auch gebucht werden. Aber warum zusätzlicher Support, Verbindungs- und Prüfungs Stress während einer Prüfung, wenn es doch auch mit Vorbereitung viel entspannter geht. Und ganz ehrlich, wer sich in einer e-teacher Stunde unterhalten kann …

Technik:

Festnetz ist pflicht! Mobil geht prima, aber nicht für Prüfungen. Außerdem braucht man einen PC oder einen ausreichend großen Laptop, sonst kann man die Aufgaben und die eigene Kamera nicht gleichzeitig sehen. Eine leistungsfähige Webcam in der Mitte ist eine Wohltat. Seitliche eingebaute Kameras sind nicht so einfach zu handhaben und preiswerte Tablets oder Laptopkameras sind eine Zumutung. Habe ich auch ruiniert. Mangels Festnetz habe ich mich in ein Restaurant gesetzt. Prima Bild. Und als der Videoaufnahmeteil kam wurde es dunkler und ich habe es nicht bemerkt.

Natürlich lernt nicht ich jeder gleich, verhält sich nicht in Prüfungen gleich. Ich hoffe dennoch, dass es hilfreich ist und ich nichts unerwünschtes verraten habe. Sonst muss es Manimundo eben löschen oder ergänzen.

Wie es ein Uni-Dozent mal gesagt hat. Denen die gelernt haben viel Erfolg, allen anderen viel Glück.

Spaß beiseite, viel Erfolg.